Kinesiologisches Testen – Das Mittel der Wahl … oder die Wahl des Mittels

KinAustesten

War es vor einigen Jahren noch der Wissensbereich einer verhältnismäßig kleinen Gruppe von Fachleuten, so gehört die Kinesiologie heute bereits zum Repertoire sehr vieler, ganzheitlich orientierter Therapeuten und Ärzte. Auch für uns ist die Methode des Kinesiologischen Testens in unserer Tätigkeit als Therapeuten nicht mehr weg zu denken.

 

 

 

 

Die Kinesiologie – aus dem Griechischen für Lehre der Bewegung – basiert auf der Vorstellung, dass der Körper auf „Stress“ mit Muskelspannung reagiert. Diese Spannung kann mittels dem sogenannten Kinesiologischen Muskeltest oder auch – wie in unserer praktischen Tätigkeit – mit dem Armlängenreflextest sichtbar gemacht werden. Begründer der ursprünglichen Applied Kinesiology war George Joseph Goodheart, der diese Methode schließlich reglementierte und für Mediziner und diplomierte Heilberufe zugänglich machte. Einige Zeit später wurde die, inzwischen sehr bekannte, Touch for Health Foundation von John Thie gegründet, um nun einer breiteren Interessentenschicht Zugang zur Kinesiologie zu verschaffen.

Das Prinzip dieser Vorgehensweise des Testens beruht auf der Erfahrung, dass der Körper sämtliche Informationen speichert und bei entsprechendem Auslöser darauf reagiert. Zu solchen Informationsquellen – auch „Stressoren“ genannt – gehören sowohl Einflüsse von außen (Umweltgifte, Lärm, Ernährung, etc.), als auch von innen (Emotion, Schmerz, Traumata, etc). Da in jeder Zelle des Körpers alle Informationen des Menschen gespeichert sind und jede Zelle ununterbrochen mit allen anderen Zellen kommuniziert, können wir uns diesen Informationsaustausch in der Kinesiologie als ein Biofeedback-System zu Nutze machen.

Unser Körper gibt uns also genaue Rückmeldung zu jeder Art von Einfluss von außen bzw. Vorgang im Innern. Das heißt, wir können auch testen, welche Nahrung, Lebensmittel oder auch unterstützende Mittel – wie Nahrungsergänzungen, Bachblüten, Kräuter, Tees, etc. – unserem Organismus im Moment am dienlichsten sind. Ziel des Kinesiologischen Testens ist es immer, die effektivste Maßnahme für den Hilfesuchenden zu finden, unter Berücksichtigung des Zusammenwirkens aller bekannten Einflüsse und Umstände.

Hinsichtlich unserer Ernährung und den immer häufiger auftretenden Unverträglichkeiten, Allergien und unklaren Darm- und Hauterkrankungen, sollte dieser Methode vermehrt Aufmerksamkeit geschenkt werden. Denn oftmals zeigen sich mit nur geringem Aufwand und kleinsten Veränderungen unseres Habitus bereits positive Veränderungen in unserem Wohlbefinden. Schlicht dadurch, dass dem Individuum und dessen einzigartiger Konstitution und Umwelt mittels Biofeedback des eigenen Körpers Beachtung geschenkt wird.

Mittels Nutzung dieses Biofeedback-Systems kann nicht nur individuell und exakt der momentane Stand des Seins des zu Testenden erhoben werden und dies dem Therapeuten als Befund dienen, sondern von noch viel größerer Bedeutung scheint mir, dass es dem hilfesuchenden Menschen selbst den Ist-Zustand erkennen lässt. Der Mensch übernimmt in diesem Moment Verantwortung für das eigene Wohlbefinden bzw. Unwohlsein und legt damit den Grundstein für Heilwerdung – um es mit den Worten von Dr. John Diamond zu sagen:

„Einsicht zu gewinnen ist eine emotionale Erfahrung und kinesiologisches Testen ist eine emotionale Erfahrung. Es ist ein Aha-Erlebnis und nur durch diese Art von Erfahrung kann man zum plötzlichen Erkennen von Wahrheiten gelangen.“

Olivia Lehner und Andreas Bökelberger
www.therapieundausbildung.at

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