Gesundes Herz – gesunder Verstand

I love you, people!Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar“. So lautet ein Zitat aus dem Buch „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint Exupéry. Der Literat stellt das Herz in den Mittelpunkt unserer Wahrnehmungen und er tut dies zu Recht. Erfahre in diesem Artikel mehr über die unglaublichen Fähigkeiten unseres Herzens und wie Sie es mit Hilfe von Naturheilmittel gesund erhalten können.

Kurz nach der Befruchtung der weiblichen Eizelle beginnt diese sich zu teilen und bereits ab der 5. Woche der Schwangerschaft beginnt das Herz zu schlagen. Nachweisbar ist die Herztätigkeit meistens ab der 7. – 8. Schwangerschaftswoche. Der Herzschlag begleitet uns von Beginn unserer körperlichen Existenz bis zu unserem Tod. Wenn wir ein durchschnittliches Alter erreichen, dann schlägt unser Herz ca. drei Milliarden Mal in unserem Brustkorb. Der eigene Pulsschlag ist leicht zu ertasten, entweder an unserem Handgelenk oder an der Halsschlagader. Je mehr wir uns körperlich anstrengen, desto schneller schlägt das Herz (der Körper braucht mehr Sauerstoff) und kann dabei bei jungen, sportlichen Menschen 200 Schläge pro Minute und mehr erreichen. Mit dem Alter sinkt unsere maximale Herzfrequenz.

Pro Schlag Deines Herzens verlassen ca. 70 ml Blut die linke Herzkammer, dies bedeutet, dass im Ruhezustand Dein Herz ca. 5 Liter Blut in der Minute auswirft. Bei Bewegung wird dies natürlich mehr und kann bei einem Langstreckenläufer in Aktion bis auf das Siebenfache ansteigen. Das Blut, das Ihr Herz verlässt, wurde vorher durch die Lunge mit Sauerstoff angereichert und strömt in ein Gefäßsystem mit ca. 100.000 Kilometer Länge (zum Vergleich: der Erdumfang beträgt in etwa 40.000 Kilometer), so werden alle Zellen Ihres Körpers mit Sauerstoff, Nährstoffen, Hormonen und anderen aktiven Stoffen versorgt. Findige Wissenschaftler haben errechnet, dass die Leistung die Ihr Herz täglich vollbringt ausreichen würde, um in 24 Stunden 1 Tonne an Gewicht 10 Meter hoch zu heben. Woher diese Kraft unseres Herzens kommt ist noch lange nicht geklärt. Ein weiteres, faszinierendes Faktum ist, dass Ihr Herz zu 70 % aus Wasser besteht. Wem dies an erstaunlichen Fakten noch nicht genug ist, der denke darüber nach, dass der Herzmuskel nicht ermüdet. Er arbeitet tagaus und tagein und kann sich nicht, wie die Muskeln unseres Skelettes, einmal ausruhen und, wenn unser Herz gesund ist, dann spüren wir von dieser Arbeit nicht einmal die Anstrengung, einen „Muskelkater des Herzens“ gibt es nicht.

Das Blut, das vom Herzen ausgeworfen wurde, fließt durch das Gefäßsystem der Arterien. Durch sie wird das hellrote, arterielle Blut zu den Zellen transportiert. Die Arterien sind jedoch keine starren Schläuche wie die Rohre unserer Wasserleitungen. Die Wände der Arterien sind elastisch und von Muskeln durchzogen, dadurch können sie sich, je nach Anforderung, dehnen und zusammenziehen. In der Zeitschrift New Scientist hieß es: „Die Arterien können ‚spüren‘, wie das Blut fließt, und darauf reagieren.“ Wundert es uns da noch, dass Arterien bereits als „intelligente Schläuche“ bezeichnet wurden?

Dein Herz und Deine Gefäße bilden eine funktionelle Einheit, man bezeichnet sie daher auch als Herz-Kreislaufsystem. Neben den schon erwähnten, erstaunlichen Tatsachen soll nicht unerwähnt bleiben, dass das Herz mit anderen Organen in einer ständigen Verbindung steht. So ist zum Beispiel unser Gehirn mit dem Herz verbunden, wobei, nach neuesten physiologischen Messungen, das Herz den „Ton“ angibt (über Rhythmus und Frequenz). Auch die Lunge ist eng mit dem Herzen verbunden, darum gibt es in allen traditionellen Heilsystemen spezielle Atemübungen um Herz und Kreislauf gesund zu erhalten.

Nach all diesen faszinierenden, soeben beschrieben Tatsachen stellt sich uns dennoch eine Frage: Wenn unser Herz ein solcher „Wunderwuzzi“ ist, warum sterben dann in der westlichen Welt ca. 40% aller Menschen an Erkrankungen, die direkt oder indirekt das Herz und die Gefäße betreffen? Um es klarer auszudrücken: Während der Zeit die Sie gebraucht haben um den ersten Teil dieses Artikels zu lesen, hat schätzungsweise 1 Mensch in Deutschland oder Österreich einen Herzinfarkt erlitten. Hat sich die Natur da einen Scherz erlaubt und in das Herz- und Gefäßsystem einen kleinen Fehler eingebaut, quasi ein Ablaufdatum wie es z. B. die Hersteller von diversen Elektrogeräten machen (nebenbei: Dies nennt man „geplante Obsoleszenz“). Nein, die Natur macht keine Fehler! In den allermeisten Fällen sind es wir selber, die das Ablaufdatum der Gesundheit unserer Gefäße und damit unseres Herzens bestimmen.

Erkrankungen des Herzens, speziell der Gefäße, sind in den allermeisten Fällen auf unseren Lebensstil zurückzuführen. Übergewicht, Rauchen, Fehlernährung, Stress, Bewegungsmangel usw. führen dazu, dass sich im Körper Entzündungen entwickeln können. Es handelt sich dabei um keine starken, großen, roten Entzündungen, sondern um Entzündungen an der Innenwand der Arterien. Diese Entzündungen schädigen das Endothel (die zarte Zellschicht an der Arterieninnenwand), es kommt zu Aufquellungen und der Blutfluss wird gestört. Im schlimmsten Fall kommt es dazu, dass das Blut diese Enge gar nicht mehr passieren kann, somit werden die nachfolgenden Regionen nicht genug durchblutet und es folgt ein Absterben von Zellen. Dies nennt man Herz- bzw. Hirninfarkt, wobei es sich ursprünglich um eine Gefäßerkrankung handelt. Ist ein solcher Zustand einmal eingetreten, dann bildet sich im betroffen Organ ein Narbengewebe, das den Untergang des Zellgewebes für immer anzeigt.

Gefäße jung erhalten

Unsere wichtigste Aufgabe ist es also, falls wir ein gesundes Herz und einen klaren Kopf behalten wollen, das Gefäßsystem gesund und jung zu erhalten. Ist einmal ein Schaden an den Organen eingetreten, dann ist dieser nicht mehr zu reparieren. Gefäßschäden können jedoch, in einem gewissen Maß, wieder repariert werden. Falls Sie wirklich etwas für die Gesundheit Deines Herz,- Kreislaufsystems tun wollen, dann halten Sie sich an vier Richtlinien, die sich mit dem Wort „LEBE“ zusammenfassen lassen. Das „L“ steht für Lebenseinstellung, das „E“ für Ernährung, das „B“ für Bewegung und das zweit „E“ für Entspannung. Ich habe zu diesen vier Themen ein Buch mit dem gleichnamigen Titel geschrieben, wer sich intensiver mit seiner Gesundheit beschäftigen will, der kann sich dieses Buch (siehe Bücherecke) gerne besorgen. An dieser Stelle möchte ich das Wissen um unsere natürliche Gesundheits- und Wegbegleiter, die Pflanzen, näher betrachten.

Wie ich schon beschrieben habe, handelt es sich bei Gefäßerkrankungen meist um Entzündungen und um eine Schädigung der innersten Schicht der Arterien, bei denen es sich, wie bereits erwähnt, um „intelligente Schläuche“ handelt. Arterien sind elastisch, ihre Wand ist von einem Muskelgeflecht durchzogen und sie reagieren auf Umweltreize. Ihre Innenwand gilt es zu schützen und zu pflegen, sonst können sich Entzündungsherde ausbreiten.

Eine der bekanntesten Studien im Bereich der Herzgesundheit ist die Framingham-Herzstudie, sie wurde in der Mitte des letzten Jahrhunderts begonnen und dauert immer noch an. Die Studie ist nach dem Ort benannt in dem sie durchgeführt wird, eine relativ kleinen Stadt in der Nähe von Bosten und sie enthüllte uns Tatsachen, die wir heute als selbstverständlich betrachten. Überrascht wurden die forschenden US-Herzpioniere davon, dass es ausgerechnet ihr hedonistischer, weltweit um sich greifender Ernährungs- und Lebensstil war, der die Gesundheit bedroht. Zum Frühstück Spiegeleier mit Speck und Buttertoast, nach der Schule Kuchen und Eis, abends Steak und Bratkartoffeln – die Nachkriegsgenüsse konnten gar nicht süß und fett genug sein. Autos machten das Gehen überflüssig, Elektrogeräte reduzierten die Bewegung bei der Haus- und Gartenarbeit. Im Fernsehen plauderten kettenrauchende Moderatoren, während ihr Publikum zu Hause Chips-futternd auf dem Sofa lag.

Die Forschungen blieben aber nicht auf Framingham begrenzt. Es gibt inzwischen zahlreiche Studien und sie belegen immer die gleiche Annahme: jene Gesellschaften, die eine niedrige Häufigkeit von Herzkrankheiten aufweisen, essen wesentlich weniger tierisches Eiweiß, dafür mehr ungeschältes Getreide, Obst und Gemüse. Anders ausgedrückt, sie ernähren sich hauptsächlich von pflanzlichen Lebensmitteln. Eine der umfangreichsten Studien die dies belegt ist die „China Studie“ (siehe Bücherecke).

Was aber löst eine Ernährung mit raffiniertem Zucker, gesättigten Fettsäuren und tierischem Eiweiß in unserem Körper aus? Nun, diese kalorienreiche Ernährung löst paradoxer Weise eine Mangelsituation aus, man „verhungert innerlich“. Die zugeführten Kalorien sind „leere“ Kalorien, sie sind verarmt an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen, dies führt zu Übersäuerung, Mineralstoffmangel und Alterung des gesamten Organismus, besonders der Gefäße. Je früher man mit einer unnatürlichen Ernährung beginnt (Thema „Fast Food“), desto schneller erhält man das unerwünschte Ergebnis: das Blut zeigt chronische Entzündungen an, der Cholesterinwert steigt, wie auch das Gewicht und der Blutdruck und die Gefäße verengen sich. Immer mehr, auch junge Menschen befinden sich in solch einer Situation, aber diesen Teufelskreis kann man unterbrechen!

Herzlichst,

Dr. med. Michael Ehrenberger

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