„Fast Food“ versus „Slow Food“ – Am Essen scheiden sich die Geister – Teil 2

Abnehmen_Hamburger versus Salat_300x2001940 gründeten die Brüder Richard und Maurice McDonald ihr erstes Restaurant in Kalifornien. Noch war nicht abzusehen, welche Epidemie dadurch ausgelöst werden sollte. In einer genialen Zusammenarbeit mit Coca-Cola und den Disney Studios wurden Millionen von süchtigen und übergewichtigen Kindern herangezogen, chronisch kranke Menschen, quasi als Kanonenfutter für die Pharmaindustrie.

 

 

 

Viele Ketten folgten den McDonald´s. Der Trend, mit billigen Rohstoffen, vielen Geschmacksverstärkern und billigen Transfetten ein Geschäft zu machen, wurde zu einem wahren Boom. Obwohl in den letzten Jahren immer mehr unternommen wurde das Image der ersten Fast Food Kette zu verbessern, so richtig gelungen ist dies noch lange nicht. Und das Geschäft boomt, vielleicht nicht mehr so wie früher, dennoch sehr erfolgreich. In Shanghai gab es vor ein paar Jahren bereits 100 Filialen, in Amerika wohnen 50 % der Bevölkerung nicht weiter als 3 Autominuten von der nächsten Filiale entfernt. Ein Riesenkonzern ist seit 1940 entstanden, der inzwischen Millionen Menschen beschäftigt.

 

Reiz und Gefahren einer neuen Esskultur

Gleich vorweg: den Namen „Kultur“ hat diese Ernährung, im herkömmlichen Sinn, gar nicht verdient. Das Wort stammt aus dem Lateinischen „colere“ und wird übersetzt mit „pflegen, bestellen, bebauen“. Nun, wie auch immer, was macht den Reiz einer Fast Food Kette aus? Zu Beginn sei das Zugehörigkeitsgefühl erwähnt. Kids sind „cool“ wenn, sie sich das Essen selber kaufen können. Selbstbedienung steht an erster Stelle und dies noch dazu in einem Restaurant, das überall auf der Welt nahezu gleich aussieht. Ein Clown, Kinderpartys und markige Sprüche werten für die Kinder natürlich das Restaurant noch weiter auf, genauso wie Kinderspielzeug, das zu Billigstpreisen in China hergestellt wird und noch dazu just zu den neuesten Fantasie- bzw. Zeichentrickfilmen passt. Jede Menge Zucker in Getränken und Nachspeisen runden das Bild ab, Sucht und Übergewicht sind vorprogrammiert.

 

Zu den Gefahren:

Wer billig produziert und billig verkauft, der muss gut rechnen können! So verpflichtete sich zwar McDonald freiwillig auf gentechnisch manipulierte Futtermittel zu verzichten, löste sich aber von dieser Verpflichtung 2014 wieder, da es einen Chickenburger um einen Cent verteuerte. Noch ist nicht bewiesen, was genmanipuliertes Saatgut in dieser Welt für einen Schaden anrichtet, ich glaube, dass die Auswirkungen noch gar nicht abzusehen sind. Disney ist zwar 2006 bei McDonald ausgestiegen, trotzdem ist die Restaurantkette eine der größten, wenn nicht sogar der größte Spielzeugproduzent der Welt. 1,5 Milliarden Spielzeuge wandern jährlich zu den Kids, die natürlich jubeln, kaufen und essen.

 

Wo bleibt die Achtung vor der Natur und unseren Kindern?

Abgesehen von all den Reizen und Gefahren dieser neuen „Esskultur“, drängt sich mir eine weitere Frage auf. Wie geht es denn den Tieren, bevor sie geschlachtet werden? Leben sie ein artgerechtes Leben oder vegetieren sie einfach nur vor sich dahin? Wenn man Schlachthöfe sieht, in denen täglich bis zu 35.000 Schweine geschlachtet werden, dann ist die Frage sehr einfach zu beantworten. Den Hühnern geht es sicherlich nicht viel besser. Noch vor kurzer Zeit war es erlaubt, den Burgern Fleisch beizumengen, das eigentlich an Hunde verfüttert werden sollte und zwar bis zu 15 %. Mit chemischen Mitteln wurde dieses Fleisch genießbar gemacht.

Die Liste wäre noch lang, aber Sie wollen ja Ihren nächsten Burger bei einer Fast Food Kette genießen oder?

 

Was ist zu tun?

Machen Sie es wie die großen Konzerne, erziehen Sie Ihre Kinder und Ihre Enkelkinder aber zu natürlichen, wertvollen Lebensmitteln, je früher Sie damit beginnen, desto erfolgreicher werden Sie sein. Seien Sie ein Vorbild, ernähren Sie sich gesund, damit die Kinder es lernen!

 

10 Tipps, die man leicht umsetzen kann:

  • Kochen Sie mit Kindern, das macht nicht nur Spaß, sondern verbindet. Suchen Sie dabei möglichst vegane, einfache Rezepte aus.

 

  • Vermeiden Sie Stress beim Essen, also kein Fernsehen, keine lauten Debatten, sondern eine ruhige, familiäre Atmosphäre.

 

  • Klären Sie ruhig die Kinder auf, wie Tiere oft leiden müssen, bevor sie geschlachtet werden.

 

  • Vermeiden Sie, so es geht raffinierten Zucker. Informieren Sie sich was Diabetes für einen Schaden anrichten kann und erzählen Sie dies Ihren Kindern. Die WHO warnt seit Jahren vor einer Lawine jugendlicher Typ II Diabetiker!

 

  • Koppeln Sie niemals den Besuch in einem Fast Food Restaurant mit einer Belohnung, so zum Beispiel bei einer guten Schulnote.

 

  • Bedenken Sie auch im Gespräch mit den Kindern, wie sehr die Umwelt leidet unter der „Fast Food“ Kultur. Stichwort: Rodung des Regenwaldes zu Gunsten des Anbaus von Soja.

 

  • Suchen Sie sich lokale Produzenten. Meiden Sie, so weit dies geht, Supermärkte.

 

  • Ziehen Sie Gemüse selbst. Irgendwo findet man immer einen kleinen Platz, manchmal auch auf der Fensterbank oder am Balkon. Sie werden dadurch kein Selbstversorger, aber die Achtung vor Pflanzen wächst.

 

  • Lernen Sie viel, am besten mit Kindern in der Natur, so viel es geht über Heilpflanzen und Gewürze.

 

  • Sehen Sie sich folgende Filme an (man findet beide im Internet):

 

„Super Size me“

„Gabel statt Skalpell“

Einfach in die Suchmaschine eingeben, es kommen sofort genügend Resultate.

Die Ausrede: „ich wusste das nicht“, zählt nicht mehr!

Herzlichst,

Dr. med. Michael Ehrenberger

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